Im Freien
3 Veranstaltungen in Im Freien in Köln - Die besten Outdoor-Events
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The Whole Me 2 - Ur-Aufführung
Eine Performance über Körpergedächtnis, Zensur und das Sichtbarwerden.Von und mit Sarina Panahideh.Was erinnert der Körper, wenn er jahrelang unsichtbar sein musste? The Whole Me 2 ist eine Performance über die Spuren, die Zensur und Verbot im Körper hinterlassen – und über den Versuch, sich von ihnen zu befreien.Die kurdisch-iranische Choreografin Sarina Panahideh wuchs an einem Ort auf, an dem Tanz verboten war. Auch nach der Migration spürt sie eine Verzögerung zwischen dem, was sie meint, und dem, was sie ausdrücken kann – in der Sprache wie im Körper. The Whole Me 2 macht diese innere Spannung sichtbar: als „Duett in einer Person" zwischen dem ehrlichen, ungezähmten Selbst und dem angepassten, kontrollierten Außen.Die Performance beginnt in beinahe völliger Unsichtbarkeit – nur die Augen der Performerin sind zu sehen. Nach und nach entfaltet sich ein Bewegungsvokabular aus Unterbrechungen, Atemrhythmen und alltäglichen Gesten: Verbergen, Ausweichen, Sich-Anpassen – wiederholt, bis sie zu lesbaren Motiven werden.Zentrales Element ist eine begehbare Installation aus gespannten Nylonfäden, die den Raum verdichten, Wege versperren und Umwege erzwingen. Die Fäden werden zum Partner und Hindernis zugleich – sie machen das Unvollständige, das Zögern, das Abbrechen sichtbar.Licht und Projektion zeigen verschwommene Körper und anonymisierte Nahaufnahmen von Haut – fühlbar, aber nicht identifizierbar. Die live gespielte Musik der queeren Komponistin Andrea arbeitet mit gedehnten Worten, deren Bedeutung erst nach und nach ankommt, und mit Rhythmen, die das Hin und Her zwischen Innen und Außen hörbar machen.The Whole Me 2 entsteht in Zusammenarbeit mit einem Kollektiv kurdischer und iranischer Künstlerinnen. Entwicklungspartner sind das Orangerie Theater Köln, Sasha Waltz & Guests und Dock 11 Berlin. Die Performance ist für Theater, Museen und große Ausstellungsräume konzipiert.Hinweis Die Installation ist vor und nach der Vorstellung für das Publikum begehbar. Barrierefreie Zugänge, Untertitel und Ruhezonen sind Teil des Konzepts.Produktion: Orangerie TheaterChoreografie & Konzept Sarina Panahideh | Co-Choreografie Katja Keya Richter | Tanz Narin Mohammadi, Sarina Panahideh | Komposition & Live-Musik Andrea (AndieSOUNDS) | Bühne & Kostüm N.N. | Licht & Medien N.N. Gefördert durch: NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, NRW KULTURsekretariat, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Konzertlesung Ingeborg Bachmann | Das Buch Goldmann - orangerie theater
Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann widmen sich das Duo KontraSax und die Schauspielerin Renate Fuhrmann einem Kapitel aus Bachmanns Romanfragment Das Buch Goldmann.Gemeinsam mit Malina und Das Buch Franza sollte Das Buch Goldmann Teil der geplanten Romantrilogie Todesarten werden. Darin setzt sich Bachmann mit den oft unsichtbaren Formen von Gewalt und Mord im Alltag auseinander. Sie selbst bezeichnete das Werk als eine „Geschichte mit letalem Ausgang“.Das literaturerfahrene Trio bringt Bachmanns traurige Komik eindrucksvoll auf die Bühne. Ihre Prosa wird durch ausgewählte Lyrik der Autorin erweitert und musikalisch umspielt.Renate Fuhrmanns unverwechselbarer Umgang mit Sprache und Stimme trifft dabei auf die Musikerinnen Christina Fuchs und Romy Herzberg. Gemeinsam verstehen sie es, die Stimmungen und Zwischentöne der Texte meisterhaft hörbar zu machen.Das Repertoire des Trios umfasst außerdem Werke von Gertrude Stein, Elfriede Jelinek, Herta Müller, Käthe Kollwitz, Patricia Highsmith und Antoine de Saint-Exupéry.Schauspielerin, Textauswahl, Stimme: Renate Fuhrmann | Komposition, Klarinette, Bassklarinette & Sopransaxophon: Christina Fuchs | Komposition, Kontrabass: Romy Herzberg

Das letzte Band - Premiere
von Samuel BeckettUnd wieder ein Krieg.Und wieder eine Katastrophe – verursacht vom Homo sapiens.Der Mensch begegnet seinen eigenen Taten wie einem Echo der Vergangenheit.Geschichte wiederholt sich – als Tragödie, als Farce, als Gewohnheit einer Spezies, die scheinbar unfähig ist zu lernen. Die großen Ideen einer besseren Welt sind zwischen Hoffnung und Verfall verloren gegangen.Vor diesem Hintergrund begegnen wir Samuel Becketts Das letzte Band.Ein Urmensch tritt auf. Dann der Bruch: Die Bühne wird zur kargen Landschaft außerhalb der Zeit. Krapp legt sein Gewand ab. Aus dem Affen wird ein alter Rationalist – ein moderner Sisyphus, der in endloser Schleife den Stimmen seiner Vergangenheit lauscht. Er wartet. Auf Erinnerung. Auf Sinn. Auf ein Leben, das ihm entglitten ist.Becketts Figur wird zum kollektiven Ich. Ein Clown, gefangen in einem Ritual aus Tonbandstimmen, Erinnerungen und Gesten – auf der Suche nach sich selbst, ohne sich jemals näherzukommen.Bühne, Musik und Video verschmelzen zu einer eindringlichen Theaterperformance über Erinnerung, Scheitern und Selbstentfremdung. Unter der Regie von Kostas Papakostopoulos wird Becketts Werk zum Spiegel unserer Gegenwart – einer Welt, die ihre Katastrophen erkennt und dennoch weitermacht.Konzept & Regie: Kostas Papakostopoulos | Bühnenbild & Kostüme: Zezo Dinekov | Musik & Video: Herbert Mitschke | Dramaturgin: Erika Walter | Licht: Thomas Mörl | Maskenbildnerin: Birgit Riedl | Grafik: Andreas Tsortanidis | Krapp: Lisa Sophie KuszGefördert durch: Kulturamt der Stadt Köln
