Sichtbar in Köln: Kane Kampmann macht jüdische Geschichte im Licht erfahrbar


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Eine zerstörte Synagoge wird im Licht wieder sichtbar
Am 8. November 2026 verwandelt sich der Offenbachplatz in Köln in einen Erinnerungsort besonderer Intensität. Die Fassadenprojektion Sichtbar von Kane Kampmann setzt sich mit der zerstörten Synagoge in der Glockengasse, dem jüdischen Leben in Köln und den Verbrechen des Novemberpogroms von 1938 auseinander.
Lichtkunst als Form des Erinnerns
Auf die Außenfassade des Geschäftshauses Glockengasse 2 projiziert Kane Kampmann eine audiovisuelle Arbeit, die den heute nicht mehr existierenden Ort jüdischen Lebens künstlerisch erfahrbar macht. Zeitgenössische Briefe und Tagebücher bilden die Grundlage für eine bildnerische Annäherung an die Menschen, deren Lebenswelt durch Zerstörung, Ausgrenzung und Verfolgung gewaltsam ausgelöscht wurde.
Historischer Ort, gegenwärtige Werkbetrachtung
Die Fassadenprojektion verbindet Videokunst, Lichtinstallation, Architektur und historische Erinnerung. Gerade weil aus Köln keine fotografischen Zeugnisse der Pogromnacht vom 9. November 1938 überliefert sind, entwickelt die Projektion eine eigene visuelle Sprache zwischen Dokumentation und ästhetischer Erfahrung. Die Fassade wird zur bewegten Projektionsfläche, der Stadtraum zum offenen Erinnerungsraum.
Kane Kampmanns künstlerische Bildsprache
Kane Kampmann studierte freie Malerei und Illustration an der Werkschule Köln. Sie arbeitet als bildende Künstlerin mit Lichtinstallationen, Fassadenprojektionen, Malerei, Illustration sowie Bühnen- und Szenenbild. Ihre Projekte zeichnen sich durch den Dialog von Raum, Licht, Farbe und Bewegung aus. Die von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft geförderte Trilogie Sichtbar machen wurde für die Top 3 des Kulturereignisses des Jahres 2022 nominiert.
Ein Kunsterlebnis zwischen Geschichte und Gegenwart
Die Ausstellungsatmosphäre entsteht nicht in einem geschlossenen Museum, sondern mitten in Köln. Besucherinnen und Besucher erleben eine temporäre Installation unter freiem Himmel, bei der Architektur, Projektion und historische Erinnerung ineinandergreifen. Die Werkbetrachtung erhält dadurch eine unmittelbare, körperliche Dimension: Der Ort selbst wird Teil der Kunst.
Fazit: Erinnerung im öffentlichen Raum
Sichtbar eröffnet einen eindringlichen Zugang zur Geschichte der Kölner Synagoge in der Glockengasse und zu den jüdischen Biografien, die mit diesem Ort verbunden sind. Die kostenlose Fassadenprojektion lädt dazu ein, innezuhalten, zuzusehen und die Geschichte dieses Stadtraums neu wahrzunehmen. Dieses besondere Kunsterlebnis verbindet kulturelle Bildung, Lichtkunst und verantwortungsvolle Erinnerungskultur – ein Anlass, den Offenbachplatz am 8. November 2026 live zu besuchen.
Offizielle Kanäle von Kane Kampmann:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://kane.de/










