Symbolbild mithilfe von KI erstellt
Neues Projekt abseits des Profifußballs
Nach Köln-Aus: Dominique Heintz startet als Geschäftsführer mit neuem Klub durch
Dominique Heintz hat nach seinem Abschied vom 1. FC Köln bereits ein neues Projekt angestoßen. Der 32-Jährige ist Mitgründer und einer von vier Geschäftsführern des Padel Club Weinstraße in Maikammer (Pfalz). Wie es sportlich für ihn als Fußballprofi weitergeht, ist dagegen weiterhin offen.
Der Padel-Standort ist zum 1. Juni 2026 gestartet – in einer Phase, in der Heintz nach dem Ende seines Engagements in Köln nach einer neuen Station sucht. Während Transfers und Vertragsfragen im Profifußball häufig von kurzer Planungssicherheit geprägt sind, setzt Heintz mit dem Aufbau des Clubs parallel auf ein langfristig angelegtes Vorhaben abseits des Rasens.
Halle mit fünf Indoor-Courts, Buchung über Playtomic – und ein klares Ziel
Der Club eröffnete am 1. Juni 2026 in Maikammer (Schwimmbadstraße 6). Nach Angaben des Clubs umfasst die Anlage fünf Indoor-Padel-Courts, Leihschläger und -bälle sowie eine Lounge mit Bar. Die Platzbuchungen laufen über die App Playtomic.
Heintz beschreibt den Anspruch des Projekts offensiv: „Wir haben eine Halle mit fünf Padel-Plätzen eröffnet. Wir planen für die ganze Familie coole Events. Es wird auch eine Ladies Night geben oder After-Work-Padel. Also open end.“
Und weiter: „Wir wollen der beste Padel-Klub in unserer Region sein, in der Pfalz und darüber hinaus.“
Die Idee entstand nach seinen Angaben noch während seiner Zeit in Köln. „Vor fast zwei Jahren war ich das erste Mal Padel spielen in Köln. Danach wurde aus einer Spaß-Idee Realität, weil wir hier den Menschen etwas Schönes präsentieren wollten“, erklärte Heintz. Der Schritt vom Hobby zur Halle ist dabei mehr als ein Promi-Nebenjob: Wer als (Mit-)Geschäftsführer investiert, übernimmt Verantwortung für Auslastung, Angebote, Personal und ein stabiles Mitgliedermodell – also genau jene Strukturfragen, an denen viele Sportprojekte nach dem Eröffnungs-Hype scheitern.
Mitgliedschaften als Steuerungsinstrument – und auch Gäste sind willkommen
Der Padel Club Weinstraße setzt auf ein Mischmodell aus Mitgliedschaften und offenen Slots für Gäste. Nichtmitglieder können ebenfalls buchen, allerdings mit kürzerem Vorlauf. Das ist in Padel-Hallen ein zentraler Hebel: Je knapper die Kapazität, desto stärker wird die Planungssicherheit über Vorbuchungsfenster und Mitgliederbindung organisiert.
Konkret nennt der Club zwei Mitgliedsstufen:
- Basismitgliedschaft „Der Uffsteiger“: 4,99 Euro pro Monat, Vorbuchungsfenster von zwei Wochen
- Mitgliedschaft „Der Profi-Paddler“: 14,99 Euro pro Monat, Buchungen bis zu vier Wochen im Voraus
Damit schafft der Club Anreize für regelmäßige Spieler, ohne Gelegenheitsgäste auszuschließen – ein Modell, das vor allem in Regionen funktioniert, in denen sich erst noch eine dauerhafte Community aufbauen muss.
In seinem Selbstverständnis betont der Club den Gemeinschaftsgedanken: „Wir glauben daran, dass Padel mehr ist als eine Sportart. Bei uns stehen Community, Fairness und Leidenschaft im Mittelpunkt – auf und neben dem Court. Ob Anfänger oder Profi, ob Mitglied oder Gast: Jeder ist willkommen. Gemeinsam schaffen wir einen Ort, der Menschen verbindet, sowie Freude und Bewegung in die Region bringt.“
Sozialer Akzent mit „Pink Court“ und Anbindung an Adidas-Initiative
Zur Anlage gehört zudem ein pinkfarbener Court, der an die Initiative „Adidas Pink Padel Movement“ gekoppelt ist. Teile der Einnahmen dieses Platzes sollen nach Clubangaben in Projekte zur Brustkrebsforschung fließen. Der Standort Maikammer wird in der Partnerübersicht der Initiative als Teil des Netzwerks geführt – ein Baustein, der dem Club über den Sportbetrieb hinaus Sichtbarkeit geben kann und zugleich das Profil über einen reinen Freizeitbetrieb hinaus erweitert.
Fußball-Zukunft offen – 161 Einsätze für den FC
Während das Padel-Projekt in Maikammer bereits greifbar ist, bleibt die Zukunft von Heintz als Profi weiterhin ungeklärt. Für den 1. FC Köln kam der Verteidiger zwischen 2015 und 2018 sowie von 2023 bis 2026 insgesamt auf 161 Einsätze. Wo er künftig spielt, ist derzeit offen.
Dass er sich parallel zum Fußball im Padel engagiert, wirkt dabei weniger wie ein Abschied vom Leistungssport als wie ein zweites Standbein – und eines, das er sichtbar mit Ehrgeiz angeht.
Über sein eigenes Padel-Niveau sagte Heintz: „Gegen Profis habe ich keine Chance, aber so mancher Gegner sagt, dass ich ein gutes Ballgefühl habe.“
Und auch der Wettbewerbsgeist bleibt: „Jeder, der mich kennt, weiß, ich verliere nicht gerne. Das fängt beim Brettspiel zu Hause an und hört beim Padel auf.“
Für Heintz markiert der Schritt nach Maikammer damit einen klaren Rollenwechsel: weg vom reinen Spielerprofil hin zu unternehmerischer Verantwortung – während die nächste Station seiner Fußballkarriere noch nicht feststeht.

